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17.6.2026

P&G im Forum Rezyklat: Gemeinsam für Kreislaufwirtschaft

Wie P&G gemeinsam mit GS1 Germany und mehr als 70 Partnern systemische Lösungen für die Kreislaufwirtschaft entwickelt

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft braucht mehr als gute Absichten – sie braucht gemeinsame Standards, transparente Daten und enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. P&G bringt genau diese Überzeugung in sein Engagement im Forum Rezyklat ein: einem branchenübergreifenden Bündnis mit mehr als 70 Mitgliedsunternehmen, das 2018 von dm-drogerie markt initiiert wurde und seit 2021 von GS1 Germany koordiniert wird.

Vertreterinnen und Vertreter der Verpackungswertschöpfungskette beim Forum Rezyklat Gesamttreffen– branchenübergreifende Zusammenarbeit als Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft

Das Forum Rezyklat vereint Händler, Produkt- und Verpackungshersteller, duale Systeme, Entsorgungs- und Recyclingunternehmen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik. Die Mitglieder bilden damit die gesamte Wertschöpfungskette der Kreislaufwirtschaft ab. Ihr gemeinsames Ziel: praxis- und verbrauchernahe Lösungen entwickeln, die Verpackungen recyclingfähig machen, den Rezyklatanteil in neuen Verpackungen erhöhen und Konsumentinnen und Konsumenten für eine korrekte Abfalltrennung sensibilisieren.

Die Arbeit des Forums ist in vier Fachpakete gegliedert, in denen Mitglieder gemeinsam an konkreten Lösungen arbeiten:

  • Stammdatenmanagement: Einheitliche Erfassung und standardisierter Austausch recyclingrelevanter Verpackungsdaten – auf Basis globaler GS1-Standards im GDSN (Global Data Synchronisation Network).
  • Technologie und Recyclingfähigkeit: Evaluierung und Förderung von Verfahren, die die Recyclingfähigkeit von Verpackungsmaterialien verbessern.
  • Endverbraucher-Kommunikation: Entwicklung einheitlicher Formate, um Verbraucherinnen und Verbraucher zur sortenreinen Abfalltrennung zu befähigen – unter anderem in Kooperation mit der Initiative „Mülltrennung wirkt“.
  • Verpackungsreduzierung: Strategien zur Reduzierung von Verpackungsmengen und Optimierung des Verpackungsdesigns im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

Eine zentrale Rolle in der Arbeit des Forums übernimmt GS1 Germany – nicht nur als Koordinator, sondern als treibende Kraft bei der Datenstandardisierung. Im Fachpaket Stammdatenmanagement hat GS1 Germany die technische Grundlage geschaffen, um Recyclinginformationen systematisch und maschinenlesbar entlang der Lieferkette zu kommunizieren: Über das GDSN können Hersteller den Rezyklat-Anteil ihrer Verpackungen sowie deren Recyclingfähigkeit standardisiert an Handelspartner übermitteln. Ein Leitfaden des Forum Rezyklat beschreibt, wie diese Stammdaten korrekt erfasst werden. Im Herbst 2025 wurde mit dem GDSN-Attribut „Packaging Components“ eine weitere Grundlage für das PPWR-konforme Reporting eingeführt – eine regulatorische Anforderung, die Unternehmen ab 2030 verbindlich erfüllen müssen.

Diese Datenstandardisierung ist nicht isoliert zu betrachten. Sie bildet das Fundament für den Digitalen Produktpass (DPP), der im Rahmen der EU-Ökodesignverordnung (ESPR) ab 2027 schrittweise verpflichtend wird und strukturierte, maschinenlesbare Produktdaten voraussetzt. Auch auf globaler Ebene setzt sich P&G für diesen Weg ein, P&G-Executive Chairman of the Board Jon Moeller hat die Industrie öffentlich aufgerufen, auf 2D-Codes mit GS1-Standards umzusteigen – ein Format, das deutlich mehr Informationen trägt als der klassische Barcode und die technische Grundlage für den digitalen Produktpass bildet.

Für P&G verbindet das Engagement im Forum Rezyklat zwei strategische Prioritäten: die Reduzierung von Neukunststoff in Verpackungen und die aktive Mitgestaltung der datengetriebenen Infrastruktur, die Kreislaufwirtschaft erst skalierbar macht. Seit 2016 arbeitet P&G daran, den Rezyklatanteil in seinen Verpackungen systematisch zu erhöhen – etwa bei den HDPE-Flaschen von Head & Shoulders und Pantene Pro-V, die heute zu 40 Prozent aus recyceltem Material bestehen. Die Überzeugung dahinter bleibt dieselbe: Systemische Veränderungen entstehen nicht im Alleingang. Sie entstehen, wenn Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette gemeinsame Standards setzen, Daten teilen und koordiniert handeln.

Mehr über das Forum Rezyklat finden Sie unter www.forum-rezyklat.de. Informationen zur Datenstandardisierung für die Kreislaufwirtschaft bietet GS1 Germany unter www.gs1-germany.de.